Kinder und Jugendliche sind in ihrem alltäglichen Medienhandeln längst nicht mehr nur Rezipierende von medialen Inhalten. Sie werden zunehmend zu Akteurinnen und Akteuren, die in medialen Räumen kommunizieren, interagieren sowie eigene Inhalte produzieren und veröffentlichen. Damit können sie ihre Interessen und Kompetenzen in den digitalen Räumen entfalten, aber auch durch ihr eigenes Handeln oder durch das Handeln Dritter in risikobehaftete Situationen kommen.

ACT ON! aktiv + selbstbestimmt online arbeitet in dem Themenfeld des Aufwachsens zwischen Selbstbestimmung und Schutzbedarf. Ziel des Projektes ist es das Zusammenspiel von Medienkompetenzförderung und der Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Jugendmedienschutz voranzubringen.

Konzeptionell steht ACT ON! auf zwei Säulen, die miteinander verschränkt sind.
Zielgruppe sind Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14.

Auf ACT ON! – Kinder- und Jugendkonferenzen setzen sich die Heranwachsenden im Praxismodul des Projekts mit ihren Sichtweisen auf Attraktionen, Herausforderungen und Fallstricke der Online-Welt auseinander. Sie diskutieren gewinnbringende Umgangsweisen mit Online-Medien, tauschen sich über sinnvolle Strategien im Umgang mit Risiken aus, formulieren Schutzbedürfnisse und verdeutlichen ihre Vorstellungen in Bezug auf effektive Unterstützung. In Vorbereitungsgruppen erstellen Heranwachsende eigene Medienprodukte, mit denen sie ihre Perspektive in die Konferenzen einbringen. In 2015 und 2016 werden insgesamt acht Kinderkonferenzen durchgeführt.
Die Monitoring-Studie des Projekts geht folgenden Fragen nach:

  • Welche Online-Angebote stehen aktuell bei den 10- bis 14-Jährigen hoch im Kurs?
  • In welcher Weise nutzen sie die Online-Angebote?
  • Wie schätzen sie Online-Angebote in Hinblick auf Risiken ein?
  • Welche Strategien haben sie im Umgang mit Online-Risiken entwickelt?
  • Welche Unterstützung wünschen sie sich in Bezug auf Online-Risiken?

In der Monitoring-Studie kommen qualitative Erhebungsmethoden in Kleingruppen zum Einsatz.
Es werden ca. 80 bis 100 Heranwachsende pro Jahr befragt.

Im Jahr 2015 steht die Altersgruppe der 12- bis 14-Jährigen im Zentrum, im Jahr 2016 die der 10- bis 12-Jährigen.
Die Ergebnisse werden in ca. halbjährlichem Rhythmus in Form von Short Reports veröffentlicht.