Die Monitoring-Studie des Projekts ACT ON! aktiv + selbstbestimmt ONLINE geht folgenden Fragen nach:

  • Welche Online-Angebote stehen aktuell bei den 10- bis 14-Jährigen hoch im Kurs?
  • In welcher Weise nutzen sie die Online-Angebote?
  • Wie schätzen sie Online-Angebote in Hinblick auf Risiken ein?
  • Welche Strategien haben sie im Umgang mit Online-Risiken entwickelt?
  • Welche Unterstützung wünschen sie sich in Bezug auf Online-Risiken?

In der Monitoring-Studie kommen qualitative Erhebungsmethoden in Kleingruppen zum Einsatz. Es werden ca. 80 bis 100 Heranwachsende pro Jahr befragt.

Im Jahr 2015 waren es insgesamt 103 Jugendliche ab 12 Jahren, die in elf Gruppen mit qualitativen Methoden befragt wurden.

Im Jahr 2016 steht die Altersgruppe der 10- bis 12-Jährigen im Zentrum. Die Ergebnisse werden fortlaufend hier veröffentlicht.


„WhatsApp ist auf jeden Fall Pflicht“ Erster ACT ON!  Short Report erscheint

Ausgewählte Ergebnisse der Monitoringstudie zum Umgang 12- bis 14- Jähriger mit Online-Angeboten und den damit verbundenen Risiken erscheinen im ersten ACT ON!  Short Report: Die Jugendlichen halten eine Vielzahl von Apps und Angeboten für unentbehrlich. Sie sind jedoch – auch durch öffentliche Diskussionen – über deren kommerzielle und rechtliche Strukturierung in vielen Fällen verunsichert. Großenteils fehlt es ihnen an Hintergrundwissen, um aus den Diskussionen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Im Zweifelsfall orientieren sie sich am Online-Handeln ihrer Freunde; dennoch findet hier zu wenig Austausch über soziale Konventionen des Online-Handelns statt. Der erste Short Report legt den Fokus auf die thematisierten Online-Angebote und den Persönlichkeitsschutz.
SHORT REPORT #1 (pdf 512 KB)


Der zweite ACT ON!  Short Report ist ebenfalls erschienen.

Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren bewegen sich keineswegs so risikofreudig und unbefangen  im  Internet,  wie  häufig  unterstellt  wird.  Vielmehr sind sie sich einer ganzen Reihe von Risiken  bewusst,  bis hin zu  konkreten  Befürchtungen,  z.B.  in  Bezug  auf  die  Verwertung  von  Daten durch Dritte oder Online-Mobbing. Allerdings  können sie manche Risiken nicht realistisch  einschätzen.  Bei Risiken im Bereich des Persönlichkeitsschutzes  fällt es den Jugendlichen schwer die unterschiedlichen  Aspekte  dieses  Themas  auseinander  zu  dividieren.  Sie  greifen  unterschiedliche  Phänomene auf und vermischen diese stark. Grob lassen sich solche Risiken, deren Quelle die  Jugendlichen  bei  anderen  Akteuren  verorten,  von  solchen  unterscheiden,  die  sie  den  Online- Angeboten oder dem eigenen Handeln zuschreiben. Der zweite Short Report fokussiert dementsprechend auf Fragestellungen im Bereich der Online-Kommunikation und des Persönlichkeitsschutzes aus Sicht der Heranwachsenden.
SHORT REPORT #2 (pdf 406 KB)


Der dritte ACT ON! Short Report ist nun ebenfalls erschienen.

Die befragten 10- bis 12-Jährigen verfügen überwiegend über ein eigenes Smartphone und kennen – häufig aus eigener Nutzungspraxis – eine Vielzahl von Online-Angeboten. Allerdings bewegen sie sich im Umgang damit durchaus noch auf Neuland und suchen nach Orientierung, welche Angebote und Nutzungsweisen zu empfehlen oder besser zu meiden sind.

  • Die Kinder sind insofern risikobewusst, als sie in den Bereichen Schutz der Persönlichkeit, Marktteilnahme und technische Risiken verunsichert sind.
  • Um mit den Risiken souverän umzugehen und dabei nicht allein auf Informationen von YouTube-Stars angewiesen zu sein, brauchen die Heranwachsenden zusätzliche Orientierungshilfen.
  • Insbesondere für eine kritische Reflexion des auf YouTube Gebotenen benötigen die Kinder Anregung und Unterstützung.
  • Die Orientierung der Kinder an ihren Youtube-Lieblingen ließe sich jedoch auch für medienpädagogische Konzepte nutzen, die beliebte Youtuberinnen und Youtuber in ihrer Verantwortung als Vorbilder im Umgang mit Online-Medien einbeziehen und sie für die Bedürfnisse und Überforderungen ihrer jungen Zielgruppe sensibilisieren.
  • Um hierfür zugkräftige Modelle zu entwickeln, fehlt als Grundlage jedoch vertiefendes Wissen. Vor allem in Bezug auf die Orientierungsfunktion der Youtube-Stars ist weiter-gehender Forschungsbedarf festzustellen: So fehlt es zum einen in allen Youtube-Genres an tiefergehenden Rezeptionsstudien, zum anderen – insbesondere im Bereich Comedy und Let’s Play – an aktuellen darauf bezogenen Inhaltsanalysen, die relevante Youtube-Kanäle systematisch analysieren.

SHORT REPORT #3 (pdf 1.145 KB)